“Ihr nennt uns Menschen? Wartet noch damit!”

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Weil mein Verstand, meine Intuition und meine innerösterreichische politische Erfahrung, die mich leitet, dem wissenschaftlichen Versuch folgt den Sozialismus-Kommunismus des 21ten Jahrhunderts „theoretisch“ und „praktisch“ mit zu entwickeln und vielleicht noch zu leben.
Weil ich versuche ein guter Genosse zu sein.
Weil ich angelehnt an Jura Soyfer, der sich, vor seinem Tode im KZ Buchenwald, enttäuscht von der Sozialdemokratie abwandte, versuche ein solidarischer Mensch zu „werden“.
Weil dies gemeinsam leichter geht, nein weil es nur gemeinsam geht.
Weil meine Freundschaft, mein Gefühl, vielen in dieser PdA gehört.
 

Lied des einfachen Menschen, Jura Soyfer
Menschen sind wir einst vielleicht gewesen
Oder werden’s eines Tages sein,
Wenn wir gründlich von all dem genesen,
Aber sind wir heute Menschen? Nein!
Wir sind der Name auf dem Reisepaß,
Wir sind das stumme Bild im Spiegelglas,
Wir sind das Echo eines Phrasenschwalls
Und Widerhall des toten Widerhalls.
Längst ist alle Menschlichkeit zertreten,
Wahren wir doch nicht den leeren Schein!
Wir in unser’n tief entmenschten Städten
Sollen uns noch Menschen nennen? Nein!
Wir sind der Straßenstaub der großen Stadt,
Wir sind die Nummer im Katasterblatt,
Wir sind die Schlange vor dem Stempelamt
Und uns’re eignen Schatten allesamt.
Soll der Mensch in uns sich einst befreien,
Gibt’s dafür ein Mittel nur allein:
Stündlich fragen, ob wir Menschen seien,
Stündlich uns die Antwort geben: Nein!
Wir sind das schlecht entworf’ne Skizzenbild
Des Menschen, den es erst zu zeichnen gilt.
Ein armer Vorklang nur zum großen Lied.
Ihr nennt uns Menschen? Wartet noch damit!

Aus diesen Gründen bin ich in der PdA
Gerhard Dusek (44), Bibliothekar auf der gemeinsamen Suche nach einem Weg