Rede von Lukas Haslwanter, stellvertretender Vorsitzender der Partei der Arbeit Österreichs (PdA), auf der Befreiungsfeier im ehemaligen KZ Mauthausen, 10. Mai 2026
Liebe Kameradinnen und Kameraden,
liebe Genossinnen und Genossen,
Wir stehen heute einen Tag nach dem 9. Mai dem Tag des großen antifaschistischen Sieges der Völker über den Faschismus hier in Mauthausen an der Gedenktafel für die 42 Widerstandskämpfer, die hier Ende April 1945 ermordet wurden.
Die Mehrheit waren Mitglieder einer Widerstandsgruppe der Kommunistischen Partei Österreichs in Oberösterreich mit mehr als 150 Mitgliedern in den Gemeinden Ebensee, Gmunden, Gschwandt, Laakirchen, Lambach, Linz, Steyr, Stadl-Paura und Wels. In all diesen Gemeinden konnten Betriebsorganisationen in den wichtigsten Betrieben gebildet wurden. Einer der leitenden Kader der KPÖ in dieser Widerstandsgruppe war Josef „Sepp“ Teufl. Teufl ist auch einer dieser 42, die in der letzten Vergasungsaktion am 28. April 1945 hier in Mauthausen auf direkten Befehl des NS-Gauleiters von Oberdonau, August Eigruber, ermordet wurden.
Danach wurde die Gaskammer abgebaut und versucht die Spuren zu verwischen. Am 5. Mai erreichten schließlich erste US-amerikanische Panzer das Konzentrationslager. Für den Lagerwiderstand war es das Signal das KZ und Umland vor herumstreifenden SS und Wehrmachtsverbänden bis zum Eintreffen der US-Armee militärisch zu sichern.
Diese 42 Widerstandskämpfer stehen stellvertretend für den heldenhaften und opferreichen Kampf den Millionen gegen die brutalste Form des Kapitalismus – gegen den Faschismus – geführt haben.
Nicht nur hier in Oberösterreich standen die Kommunistinnen und Kommunisten an der Spitze des Kampfes gegen die faschistische Barbarei. Sie waren die organisierende und führende Kraft in den Widerstands- und Partisanengruppen in allen Ländern und nicht zuletzt waren es die Sowjetunion und die heldenhafte Rote Armee, die ein millionenfaches Opfer erbrachten, um den Faschismus niederzuringen und schließlich am Reichstag die rote Fahne mit Hammer und Sichel hissten.
Als Eigruber den Befehl zur Ermordung gab, damit die Alliierten „keine aufbauwilligen Kräfte“ vorfinden würden, zielte das vor allem darauf ab den Einfluss der Kommunistinnen und Kommunisten im Nachkriegsösterreich zu schwächen. Selbst im Angesicht der Niederlage versuchten die Faschisten mit allen noch verfügbaren Mitteln zu verhindern, dass sich nach dem Krieg eine antimonopolistische und antikapitalistische Perspektive durchsetzen könnte.
Wir lassen nicht zu, dass die Geschichte des antifaschistischen Widerstandes, die Geschichte der 42 Märtyrer, derer wir hier gedenken, durch die EU, die bürgerlichen Regierungen und eine Handvoll ihrer Akademiker und gut bezahlten Papageien gefälscht wird. Wir lassen nicht zu, dass die Hingerichteten mit ihren Henkern gleichgesetzt werden, wie es die EU in verschiedenen Resolutionen, die die Gleichsetzung von Faschismus und Kommunismus bezwecken, immer wieder versucht.
Liebe Kameradinnen und Kameraden,
liebe Genossinnen und Genossen,
Wir ehren das Andenken an diese Helden aus den Reihen der österreichischen Arbeiterklasse und des österreichischen Volkes, die sich mutig der faschistischen Barbarei und der Fremdherrschaft entgegenstellten.
Wir ehren ihr Andenken, indem wir uns auch heute unter der roten Fahne sammeln, uns organisieren, ihre Geschichte und ihre Erfahrungen studieren und unsere Lehren für die Fortsetzung des Kampfes gegen den Kapitalismus führen.
Es lebe der antifaschistische Widerstand!
Es lebe der Sieg der Völker über den Faschismus!
Für ein sozialistisches Österreich!




















