“Für eine lebendige und kämpferische Arbeiterpartei”

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Als ArbeiterInnenbetriebsrat einer Leiharbeitsfirma mit ca. 1.000 Beschäftigten weiß ich wie wichtig es ist, sich zu organisieren. Ich weiß wie es ist in einem Dienstverhältnis knapp über der Armutsgrenze sein Auskommen finden zu müssen, wie es sich anfühlt jederzeit ersetzbar zu sein, als ArbeitnehmerIn zweiter Klasse oder schlicht als Sachaufwand behandelt und bezeichnet zu werden – kurz in Prekarität zu leben. Und mir ist bewusst, dass dies nicht nur unsere KollegInnen betrifft.
Mir ist aber auch klar, dass diese Verhältnisse nicht aus dem Nichts gekommen sind, sondern durch einen schleichenden aber konstanten Abbau von ArbeitnehmerInnenrechten auf Wunsch der Wirtschaftstreibenden, gestützt durch das Lakaientum der gewählten Volksvertreter, forciert wurden. Dagegen gilt es Widerstand zu zeigen! Alleine ist das schwer – darum ist es nötig, sich auch außerhalb des Betriebes zu organisieren.
Die Systemparteien bieten hier keine Lösungsansätze – sie haben diese Zustände mit verursacht. Ob es nun die neoliberalen Forderungen der Wirtschaftsparteien sind, die mit der viel zitierten Sozialpartnerschaft der Sozialdemokratie Walzer tanzen oder ob es die schlicht menschenverachtende Propaganda des dritten Lagers ist. Wer hier Kompetenzen sucht, verzweifelt!
Ich möchte mich stark machen für die arbeitenden Menschen, die das erwirtschaften, was andere ausgeben. Ich möchte mich stark machen für eine Partei, die Arbeitsrechte nicht nur mit Plakaten affichiert, sondern diese auch lebt! Ich möchte mich stark machen für eine lebendige und kämpferische Arbeiterpartei, für die der Mensch und nicht das nächste Wahlergebnis im Mittelpunkt steht! Eine Partei, die an morgen denkt und nicht im gestern lebt! Darum unterstütze ich die PdA! Was ist mit Dir?
Raymond Karner (28), Betriebsrat