Zum Internationalen Frauentag 2016

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Erklärung und Aufruf des Parteivorstands der Partei der Arbeit Österreichs (PdA), Wien, 8. März 2016
 
Im Rahmen des Kapitalismus – wie jeder Klassengesellschaft – erdulden Frauen eine doppelte Unterdrückung: Sie unterliegen dieser nicht nur als Lohnarbeiterinnen, sondern erfahren auf Basis von Geschlechterdiskriminierung und bewusster, gezielter Schlechterstellung eine spezielle Unterdrückung. Dies betrifft grundlegende ökonomische und soziale Verhältnisse – etwa bezüglich des Lohnunterschieds – genau so wie jene Bedingungen, die durch Gesetze und Gesellschaftsrealitäten z.B. im Bildungssystem, im Gesundheitswesen, im Kulturbetrieb oder im Bereich zwischenmenschlicher Beziehungen sowie der „Familienpolitik“ geschaffen und reproduziert werden. Ihr Übriges tun vielerorts Sexismus, Gewalt und Missachtung.
 
Die Partei der Arbeit Österreichs stellt sich diesem Status quo entgegen. In den Grundsätzen der PdA heißt es: „Die PdA ist eine emanzipatorische Partei. Sie versteht den Kampf um die völlige Gleichstellung, Selbstbestimmung und Befreiung der Frau als verpflichtenden Teil des Klassenkampfes der Arbeiterklasse um ihre Rechte und den Sozialismus. Die PdA lehnt geschlechterspezifische Diskriminierung, Sexismus, reaktionäre Rollenbilder und patriarchale Hierarchien ab und setzt sich für deren Überwindung ein.“
 
Um unmittelbare Verbesserungen der Lage der Frauen im Kapitalismus und in der bürgerlichen Gesellschaft zu erreichen, bedarf es der Mobilisierung und Organisierung der Frauen im Kampf für ihre Rechte. Um die vollständige Befreiung der Frau und die tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter zu erreichen, ist es unerlässlich, den Frauenkampf als integralen Teil des revolutionären Klassenkampfes zu begreifen und zu führen, um auf diesem Wege nicht nur Diskriminierungen und Patriarchat, sondern jegliche Klassen- und sonstige Unterdrückung und Ausbeutung zu überwinden.
 
In diesem Sinne ruft die PdA die Frauen der Arbeiterklasse und der unterdrückten und ärmeren Volksschichten dazu auf, aktiv für ihre Rechte zu kämpfen. Wir rufen die Männer der Arbeiterklasse und der unterdrückten und ärmeren Volksschichten dazu auf, ihre Klassengenossinnen hierbei solidarisch und gleichberechtigt zu unterstützen. Wir rufen schließlich alle arbeitenden, unterdrückten und ausgebeuteten Menschen, ungeachtet ihres Geschlechts, dazu auf, gemeinsam für die Befreiung aller Menschen, für den Sozialismus und die Verwirklichung der klassenlosen Gesellschaft zu kämpfen!