Es lebe der Internationale Tag der Arbeiterklasse!

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Erklärung des Sekretariats der Initiative kommunistischer und Arbeiterparteien Europas zum 1. Mai 2020; deutsche Übersetzung in Verantwortung der Partei der Arbeit Österreichs

Wir richten einen herzlichen Klassengruß an alle Arbeiterinnen und Arbeiter der Welt, an die jungen Männer und Frauen der Arbeiterklasse. Wir ehren alle Toten unserer Klasse.

Der 1. Mai ist als Tag ein Symbol für die Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt, ein Symbol des Kampfes der Völker gegen kapitalistische Ausbeutung und Barbarei, gegen den imperialistischen Krieg. Besonders in diesem Jahr, inmitten einer Pandemie, werden die Arbeiterinnen und Arbeiter den Tag der Arbeit auf jede erdenkliche Art und Weise feiern. Selbst wenn sie eine Schutzmaske tragen, kann die Arbeiterklasse lautstark gehört werden.

Am diesjährigen 1. Mai müssen wir aufstehen und kämpfen, unsere Fäuste erheben und Maßnahmen zum Schutz des Lebens und der Rechte der Arbeiterinnen und Arbeiter fordern! Wir prangern den Mangel an Vorsichtsmaßnahmen an den Arbeitsplätzen und den tragischen Mangel an ständigem Personal und Infrastruktur in den öffentlichen Krankenhäusern an. Wir widmen unsere Anstrengungen der Stärkung des Kampfes der Arbeiterinnen und Arbeiter, um nicht erneut die Lasten der neuen Krise des kapitalistischen Systems zu tragen. Wir rufen die Arbeiterklasse und die Völker auf, gegen die aggressiven Pläne der USA, der NATO und der EU zu kämpfen, gegen die imperialistischen Kriege, die durch imperialistische Widersprüche und Konkurrenz verursacht werden.

Unter dem Vorwand der Pandemie versuchen die Regierungen, den verbleibenden Arbeitnehmerrechten einen neuen harten Schlag zu versetzen, indem sie die Zügellosigkeit der Arbeitgeber an den Arbeitsplätzen unterstützen. Zusammen mit neuen „Marshall-Plänen“, enormen Subventionen, Steuerbefreiungen und sehr billigen Krediten unterstützen sie auf provokante Weise die Unternehmensgruppen, während sie gleichzeitig die Arbeitnehmer die Rechnung für die Krise bezahlen lassen und neue arbeitnehmerfeindliche und reaktionäre Maßnahmen sowie Maßnahmen zur Begrenzung von Gewerkschaftsaktionen verabschieden.

Wir lassen uns von den Helden des blutigen Streiks in Chicago am 1. Mai 1886 inspirieren, mit dem der 8‑Stunden-Tag gefordert wurde. Die Arbeiterklasse erhob sich und schaffte es mit ihren heroischen Kämpfen, den 8‑Stunden-Tag als Ausgangspunkt für eine Reihe von Errungenschaften im 20. Jahrhundert durchzusetzen, die heute nacheinander wieder zurückgenommen werden. Gegen die Predigten über die „nationale Einheit“ und die Aufrufe an die Arbeiterinnen und Arbeiter, sich den Interessen der Kapitalisten anzuschließen, die die Pandemie und die bevorstehende kapitalistische Krise ausnutzen, erklären wir, dass wir keinen Schritt von unseren Rechten und unseren Forderungen zurücktreten werden, um den gegenwärtigen Bedürfnissen der Arbeiterklasse und der anderen Volksschichten gerecht zu werden!

Die Pandemie hat bewiesen, dass die Barbarei des Kapitalismus, der ein verrottetes, ausbeuterisches und veraltetes System ist, das nur Krisen, Leid, Kriege und Flüchtlinge verursacht, unheilbar ist.

Die Überlegenheit der neuen Welt, d.h. des Sozialismus, in der die Arbeiterklasse die Macht ausübt und in der Lage sein wird, all den Reichtum zu genießen, den sie produziert, erweist sich notwendiger und zeitgemäßer denn je.

Es lebe der Tag der Arbeit!