Lehrstellenmangel in Wien

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Lehrstellenmangel in Wien erfordert drastische MaßnahmenAllen Jugendlichen steht qualitativ hochwertige Ausbildung zu

Presseaussendung der Partei der Arbeit Österreichs (PdA), Wien, 3. Juli 2020

Die Partei der Arbeit (PdA) zeigt sich verwundert darüber, dass über den massiven Lehrstellenmangel in Wien von der Politik einfach hinweggegangen wird. Nach den jüngsten Zahlen des AMS kommen in Wien derzeit elf Lehrstellensuchende auf eine offene Lehrstelle.

Der Vorsitzende der PdA, Tibor Zenker, dazu: „Eine fiktive Ausbildungsgarantie ist nichts wert, wenn man die Lehrstellenverfügbarkeit dem sogenannten freien Markt überlässt. Bund und Land müssen durch einen raschen und massiven Ausbau überbetrieblicher Lehrwerkstätten und Ausbildungseinrichtungen Abhilfe schaffen. Die Unternehmer sollen dafür etwa in Form einer Ausbildungsabgabe zur Kasse gebeten werden, denn sie brauchen ja den Fachkräftenachwuchs, und sind offenbar nicht in der Lage, ihn selbst auszubilden.“

Zugleich warnt die PdA aber auch vor einer Qualitätsverschlechterung in der Lehrausbildung durch sogenannte „Schnellsiedelehren“, in denen in verkürzter Zeit durch partei- und sozialpartnernahe Bildungseinrichtungen nur ein Teil des Wissens vermittelt wird. „Damit werden die Jugendlichen zwar formell ausgebildet, ihre späteren Jobchancen sind jedoch gering“, warnt Zenker, und weiter: „Allen Jugendlichen steht das Recht auf eine qualitativ hochwertige Ausbildung mit guten Zukunftsaussichten zu. Solange das nicht gewährleistet ist, sind Ausbildungsgarantien Schall und Rauch.“

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Bildquelle: Free Photos auf Pixabay