PdA zur Metaller-Lohnrunde

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Presseerklärung der Partei der Arbeit Österreichs (PdA) zu den beginnenden KV-Verhandlungen in der Metalltechnischen Industrie, Wien, 23. September 2021

Im Prinzip erfreulich, doch Gefahr des Einknickens der SP-Gewerkschafter

„So erfreulich es auf den ersten Blick auch aussieht, dass die Gewerkschaften PRO-GE und GPA mit einer Forderung von 4,5% Lohn- und Gehaltserhöhung starten, so sehr wissen die Werktätigen aus Erfahrung, dass die sozialdemokratischen Verhandlungsführer ihren großen Worten keine Taten folgen lassen“, kommentiert Tibor Zenker, der Vorsitzende der Partei der Arbeit Österreichs (PdA), die heute vorgestellten Lohnforderungen für die Metallindustrie.

Arbeiterinnen, Arbeiter und Angestellten selbst entscheiden lassen

„Wenn die Gewerkschaften wirklich etwas durchsetzen wollen, wäre es an der Zeit, nicht nur Funktionäre und fraktionsgebundene Betriebsräte in die Willensbildung einzubinden, sondern die betroffenen Arbeiterinnen, Arbeiter und Angestellten selbst entscheiden zu lassen, sowohl über die Forderungen, als auch über die nötigen Kampfmaßnahmen und das Verhandlungsergebnis“, so Zenker weiter.

Österreich liege in der Produktivität vor wichtigen Industriestaaten wie der BRD, Frankreich oder Großbritannien, während die Löhne und Gehälter seit Jahrzehnten an realer Kaufkraft verlieren würden. Sehr bedauerlich sei außerdem, dass die Gewerkschaften nicht ein einziges Thema zur Verkürzung der Arbeitszeit angesprochen haben, weder der Wochenarbeitszeit mit einer 35-Stunden-Woche, noch der Jahresarbeitszeit etwa durch eine Erhöhung des Urlaubsanspruchs.

Unternehmer in der Krise weich gebettet

„Während die Konzerne vom Staat weich gebettet durch Kurzarbeit, Kredithaftungen und Subventionen durch die Krise geführt wurden, hatten und haben die Lohnabhängigen das volle Risiko von Arbeitslosigkeit und Armut, wenn sie ihren Arbeitsplatz verlieren“, relativiert Zenker das übliche Gejammer der Unternehmer. „Wir sind davon überzeugt, dass nur die Arbeiterklasse selbst dafür sorgen kann, dass entscheidende Änderungen zu ihren Gunsten durchgesetzt werden, ihre sozialdemokratischen Gewerkschaftsvertreter knicken schlussendlich immer ein.“

Siehe auch: Bericht der ZdA-Online