In einem solchen Krieg gibt es für uns nichts zu gewinnen!

Rede von Max Facchin für die Jugendfront der Partei der Arbeit Österreichs auf der Kundgebung zum Weltfriedenstag, Wien, 1. September 2022

Liebe Wienerinnen und Wiener! Liebe Genossinnen und Genossen!

Seit Monaten tobt in der Ukraine ein imperialistischer Krieg. Erst vor kurzem beschlossen die USA weitere Waffenlieferungen im Wert von 775 Millionen US-Dollar an die Ukraine. Und auch Deutschland möchte neue Rüstung und Waffen im Wert von einer halben Milliarde Euro in die Ukraine transportieren. Ein Ende des Krieges in naher Zukunft wird damit immer unwahrscheinlicher, vielmehr soll der blutige Konflikt in die Länge gezogen werden, auch wenn dabei noch so viele Menschen grausam getötet werden. Die österreichische Regierung trägt die EU-Sanktionen, und damit zumindest den wirtschaftlichen Krieg gegen Russland, brav mit. Unter ihnen leidet vor allem das russische Volk, das für diesen Krieg ebenso wenig verantwortlich ist, wie das Ukrainische. Und auch die Arbeiterklasse in den Sanktionsstaaten spürt die Auswirkungen, vor allem anhand der stark steigenden Gas- und Energiepreise. Lediglich die tatsächlichen Kriegstreiber treffen die Wirtschaftssanktionen nicht.

Denn die Wahrheit ist: Die Völker Russlands und der Ukraine haben keinerlei Interesse an einem Krieg gegeneinander. In der Sowjetunion lebten Russinnen und Russen sowie Ukrainerinnen und Ukrainer jahrzehntelang in Frieden und Freundschaft, gemeinsam mit etlichen anderen Völkern. Ein Interesse an diesem Krieg hat nur das Monopolkapital, seine Regierungen sowie die Militärbündnisse der imperialistischen Staatenwelt. Sei es die NATO, die seit dem Fall der Sowjetunion immer weiter nach Osten expandierte und ihre Einflusssphäre bis an die Tore Moskaus ausweiten konnte. Oder sei es das russische Monopolkapital, welches ebenso um sein Stück vom Kuchen kämpft. Denn auch die Außenpolitik der Russischen Föderation lässt sich nur durch imperialistische Kapitalinteressen erklären. Auch die militärische Intervention Anfang des Jahres in Kasachstan zur Niederschlagung des Streiks und der Proteste des kasachischen Proletariats beweisen das. Und der Einmarsch in die Ukraine beweist das aufs Neue.

Liebe Wienerinnen und Wiener! Liebe Genossinnen und Genossen! Die Aufteilung dieser Welt ist längst beendet. Aber und das schrieb bereits Lenin im Jahr 1917 „Neuaufteilungen sind möglich und unvermeidlich“. Mit dem Fall und der Zerschlagung des Großteils der sozialistischen Staatenwelt verlor das Monopolkapital den großen gemeinsamen Feind. An die Stelle sozialistischer Republiken in der Hand der Arbeiterklasse traten kapitalistische Ausbeutergesellschaften. Seither sind die zwischenimperialistischen Widersprüche gewachsen und haben an Bedeutung gewonnen. Es braucht uns nicht wundern, dass manche dieser Konflikte nun mit Waffen ausgetragen werden, zum Leid von Millionen von einfachen Menschen.

Denn in all diesen militärischen imperialistischen Konflikten kämpfen und sterben nicht die, die ein tatsächliches Interesse am Krieg haben. Kein Monopolkapitalist steht an der Front, um für die Interessen seines Konzerns in einem fremden Land zu kämpfen. Und auch kein Kanzler oder Präsident muss zur Waffe greifen.

Als Kanonenfutter müssen die Arbeiterklasse und die Jugend herhalten. Die Kapitalisten, ihre Regierungen, ihre Bündnisse und ihre Militärs befehlen, und das Volk wird in Massen in den Tod geschickt, um diese Befehle auszuführen. Weltweit werden Millionen Jugendliche in imperialistische Kriege geschickt, wo sie an vorderster Front für eine fremde Sache kämpfen – und mitunter auch sterben. Jegliche Chance auf eine glückliche Zukunft wird ihnen dadurch geraubt.

Liebe Wienerinnen und Wiener! Liebe Genossinnen und Genossen! Ich betone es erneut: Daran haben die Arbeiterinnen und Arbeiter, daran hat die Jugend kein Interesse. In einem solchen Krieg gibt es für uns nichts zu gewinnen!

Wenn es also die Kapitalisten sind, die für diese Kriege verantwortlich sind, so lautet die logische Konsequenz: Die Waffen sind auch gegen die Kapitalisten zu richten. Sie müssen fortgejagt werden, ihnen muss die Macht im Staat entrissen werden. Dann, und nur dann, besteht auch eine Chance auf einen langfristigen Frieden zwischen den Völkern.

Gegen Imperialismus und Krieg! Für Frieden und Sozialismus!

Rotfront!

Zeitung der Arbeit

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