Die Jugendfront gratuliert der PdA zu ihrem zehnjährigen Jubiläum

Rede von Moritz Pamminger, Vorsitzender der Jugendfront der Partei der Arbeit, auf der Festveranstaltung 10 Jahre Partei der Arbeit Österreichs”, Wien, 7. Oktober 2023.

Liebe Genossinnen und Genossen!

Zum zehnjährigen Jubiläum der Partei der Arbeit Österreichs habe ich die große Ehre, Grußworte an euch alle zu richten – Grußworte im Namen der Zentralen Leitung der Jugendfront und aller jungen Kommunistinnen und Kommunisten in unseren Reihen. Wir gratulieren der PdA herzlichst zu ihrem zehnjährigen Jubiläum und freuen uns, dass wir es mit euch gemeinsam feiern dürfen.

Seit dem 12. Oktober 2013 gibt es in Österreich wieder eine kommunistische Partei, die auch zurecht als solche bezeichnet werden kann. Die KPÖ hatte sich seit der Konterrevolution 1989 und 1990 kontinuierlich zu einer reformistischen Linkspartei entwickelt. Initiativen, den kommunistischen Charakter der Partei zu retten, waren gescheitert. Die Marxisten-Leninisten und Marxistinnen-Leninistinnen wurden ausgeschlossen oder hatten die Partei verlassen. Mit der Gründung der Kommunistischen Initiative (KI) wurde von diesen Genossinnen und Genossen schließlich jener Zusammenschluss ins Leben gerufen, aus dem am 12. Oktober 2013 in Rudolfsheim-Fünfhaus die Partei der Arbeit Österreichs hervorging.

Dieser Tag war somit ein guter Tag für die österreichische Arbeiterklasse. Und seither befindet sich die PdA im Aufbau. Die Genossinnen und Genossen in den Grundorganisationen, im Parteivorstand und in den verschiedenen Gremien leisten seitdem großartige Arbeit, damit die PdA ihrem Anspruch gerecht wird, die Kampfpartei der österreichischen Arbeiterklasse zu sein. Auch zu dieser ressourcen‑, zeit- und kostenintensiven Arbeit gratulieren wir Euch, liebe Genossinnen und Genossen, herzlich.

Diese Arbeit ist bitter notwendig. Die Ausbeutung der Arbeiterklasse weltweit und nicht zuletzt in Österreich wird von den Kapitalisten intensiviert. Während Banken und Konzerne Milliardengewinne notieren, wird es für die arbeitenden Menschen in Österreich immer schwieriger, sich das Überleben zu leisten. Die arbeitenden Menschen jedoch sind es, die die Profite der Kapitalisten erwirtschaften. Abgespeist werden sie mit Löhnen, die mit der Inflation nicht mithalten können, zu niedrigen Sozialleistungen und kaputtgesparter öffentlicher Infrastruktur. Und, als wäre das nicht genug, dürfen wir uns sogar ansehen, wie sich der höchste Vertreter der österreichischen Regierung, unser Bundeskanzler, über diese Nöte und Probleme lustig macht.

Es ist offensichtlich. Das Kapital und seine Vertretung in der Regierung führen längst einen Klassenkampf. Wir müssen nur darauf antworten und einen Klassenkampf von unten entfalten. Als Kommunistinnen und Kommunisten, als fortschrittlichster und entschlossenster Teil der Arbeiterklasse, muss es unser Anspruch sein, uns diesem Kampf zu widmen und ihn ständig voranzutreiben.

Und auch wenn wir von der sozialistischen Revolution wohl noch einige Zeit entfernt sind, hat die Partei in den vergangenen zehn Jahren einiges erreicht, auf das wir alle stolz sein können. Die Zeitung der Arbeit, der Online-Auftritt, zahlreiche eigene Veranstaltungen, Demonstrationen und Aktionen müssen hier genannt werden. Ich möchte an dieser Stelle aber besonders auf die wichtigen Schritte eingehen, die die Partei der Arbeit für die politische Organisierung der kommunistischen Jugend gesetzt hat. Schließlich spreche ich im Namen der Jugendorganisation der PdA.

Nachdem die KJÖ, wie wir alle wissen, einen ähnlichen Entwicklungsweg beschritten hat, wie es die KPÖ Jahrzehnte davor getan hatte, gab es schlicht keine tatsächliche kommunistische Jugendorganisation mehr in Österreich. Der Parteivorstand der PdA beschloss also, dass es nötig ist, diese Situation zu ändern. Der 5. Parteitag am 23. April 2022 bestätigte diese Entscheidung und gemeinsam mit aus der KJÖ ausgeschlossenen und ausgetretenen, aber auch mit bislang unorganisierten Jugendlichen, wurde im Zuge einer gut halbjährigen Gründungskampagne die Jugendfront aufgebaut. Am 15. Oktober 2022 fand sodann ihr Gründungskongress statt.

Und seit dem Beginn der Gründungskampagne werden wir auf allen Ebenen von Genossinnen und Genossen der PdA bei unserer Arbeit unterstützt. Daher möchte ich im Namen der Zentralen Leitung der Jugendfront an dieser Stelle auch unseren Dank für diese großartige Unterstützung aussprechen.

Der Aufbau einer kommunistischen Jugendorganisation, der Jugendfront, war und ist bitter notwendig. Das österreichische Bildungssystem ist an die Interessen des Kapitals angepasst. Kinder und Jugendliche sollen zu möglichst produktiven Arbeitskräften ausgebildet werden, welche ihren zukünftigen Chefs den maximalen Profit erwirtschaften können. Gleichzeitig gilt es den Schülerinnen und Schülern, den Lehrlingen und Studierenden die Unveränderlichkeit des kapitalistischen Systems einzutrichtern. Ausbeutung, Leistungsdruck und Individualisierung werden positiv verklärt. Eine der wichtigsten Funktionen, die das österreichische Bildungssystem wahrnimmt, ist es, die Teilung der Gesellschaft in jene, die den Reichtum produzieren, und jene, die ihn sich aneignen, für zukünftige Generationen nachhaltig zu zementieren.

So ausdifferenziert dieses System auch ist, gibt es gewissermaßen nur eine Art von Bildungseinrichtungen: Berufsschulen des Kapitals, Schulen des Kapitals, Universitäten des Kapitals. Wir müssen uns als Jugendliche organisieren und die Unterwerfung der Bildung unter Kapitalinteressen bekämpfen. Der Aufbau der Jugendfront als Organisation dieses Kampfes ist eine Notwendigkeit.

Liebe Genossinnen und Genossen!

Das Fazit muss also lauten: Die Arbeit für die Organisation der Arbeiterklasse sowie für die Organisation der Jugend ist notwendig. Wir müssen uns dieser Arbeit weiterhin widmen. Wir sind die kommunistische Partei und wir sind die kommunistische Jugend in Österreich. Außer uns wird es niemand machen.

In diesem Sinne: Die Zentrale Leitung der Jugendfront gratuliert der PdA herzlichst zu ihrem zehnjährigen Jubiläum und freut sich auf die kommenden Jahre des gemeinsamen Kampfes – bis zur sozialistischen Revolution.

Hoch lebe die Partei der Arbeit Österreichs!

Hoch lebe die Jugendfront!

Zeitung der Arbeit

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